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  • Alexandra Edl

...sich Zeit zu nehmen - die man eigentlich nicht hat - für die orginäre Führungsaufgabe.

Es wäre eine wahre Revolution für die Arbeitswelt, wenn die Grundlagen der Personalführung verinnerlicht und im Alltag gelebt würden. Dann wären wohl auch Chefs als Feinbild vom Aussterben bedroht.

Welcher Chef und Unternehmenslenker hat sich nicht schon einmal gefragt wie man Mitarbeiter inspiriert, dass sie "Großes" leisten.


"Alles Große in unserer Welt geschieht nur, weil jemand mehr tut, als er muss."

Hermein Gmeiner


Mit den 7 Erfolgsfaktoren (für ein produktives Arbeitsklima) beschreibt Maren Lehky in Ihrem Buch "Was Ihre Mitarbeiter wirklich von Ihnen erwarten", wie ich finde, sehr einprägsam.

1. Selbstreflexion - Die eigenen Stärken und Schwächen kennen

Eine gute Führungskraft hinterfragt die eigene Person und ist bereit dazu zu lernen. Dazu ist Souveränität notwendig und Sie müssen die Chancen von umfassendem Feedback aktiv einfordern sowie nutzen. Dies bedeutet sich ständige zu Überprüfen und an sich zu arbeiten. Nur so können Sie sich aktiv weiter entwickeln.


2. Offenheit - Nicht nur mit Jasagern umgeben

Ein Korrektiv ist notwendig, genauso wie ein offenes, lebendiges Klima zu schaffen. Ideen werden so diskutiert und Brainstorming zur Entwicklung von Lösungsideen angewendet. Das heißt nicht, dass Sie basisdemokratische Entscheidungen fällen sollen sondern vor Ihrer Entscheidung alle gehört zu haben.


3. Empathie - Sich selbst zurück nehmen können

Führungskräfte scheitern meist an den weichen Faktoren. Das Einkalkulieren von Gefühlen und Einstellungen des Gegenübers bei Ihrer Vorgehensweise sowie gut zuzuhören sind entscheidend. V.a. letzteres ist die schwierigste (Führungs-)Aufgabe überhaupt. Die Top 4 Wünsche an eine Führungskraft sind laut einer zitierten Studie: (1) Zukunftsperspektive, (2) Mitgefühl zeigen, (3) Vertrauen haben, (4) Stabilität gewähren.


4. Fokussieren - Sich Zeit für Führung nehmen

Das kräftezehrende Alltagsgeschäft verdrängt meist die Vorsätze für Mitarbeiter-Orientierung. Sie brauchen Zeit füreinander und miteinander um belastbare Führungsbeziehungen zu Mitarbeitern aufzubauen. Der schwierigste Lernprozess in einer Führungslaufbahn ist es wohl, sich Zeit zu nehmen - die man eigentlich nicht hat - für die orginäre Führungsaufgabe. Gute Führung braucht Präsenz, Greifbarkeit und Ansprechbarkeit.


5. Fehlerkultur - Mit Fehlern umgehen können

Selten schafft man es, Fehler als Lernchance zu sehen und sich zu fragen "Wie vermeiden wir das zukünftig?" Fehlerkultur muss vom Vorgesetzten vorgelebt und implementiert werden. Nur dann können Fehler zu zukünftigen Erfolgen werden.


6. Souveränität - Unterschiede ertragen können

Die Andersartigkeit von Mitarbeitern und Diversität zu ertragen und zu leben ist höchst fruchtbar. Toleranz in der Zusammenarbeit mit anderen scheint der Schlüssel zum Erfolg in heutiger Zeit zu sein, um kreatives Potential zu heben. Wenn Sie die eigene Messlatte nicht zwanghaft an andere anlegen hilft es Ihnen konstruktiv mit Unterschieden umzugehen und Konflikte zu vermeiden.


7. Werteklarheit - In sich selbst ruhen

Treffen Sie Entscheidungen mit Ihrem Wertekompass (was wirklich zählt im Leben) erschaffen Sie innere Unabhängigkeit und Berechenbarkeit. Nur wenn Ihre Spielregeln eindeutig sind, weiß Ihr Umfeld woran sie sind. Gehen Sie Ihren Weg und gehen Sie ihn bewusst. Und: Respektieren Sie Wertesysteme anderer Menschen.

Sie denken sich "Das kenne ich schon"? Kennen ist nicht können! Der Teufel liegt im Details...


Niemand ist perfekt? Das soll Sie nicht daran hindern Ihr Verhalten als Führungskraft mit hohem Maßstab zu messen.


Wir verbringen viel (Lebens-)Zeit in der Arbeit. Dies ist Grund genug, jene Zeit so spannend, produktiv und menschlich fair zu gestalten wie möglich.


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