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Mitarbeiterbefragungen – Das Wort geht an die Mitarbeiter

Aktualisiert: Okt 1

Wenn es im Unternehmen mal nicht so gut läuft und der erhoffte Erfolg ausbleibt, kommen häufig Mitarbeiterbefragungen zum Einsatz, um die Ursachen von Problemen zu erforschen. Aber was bringt eine Mitarbeiterbefragung wirklich und wie sollte sie konzipiert und umgesetzt werden? Und vor allem: Was macht man dann mit den Ergebnissen?

Eine Mitarbeiterbefragung erfordert häufig viele zeitliche und finanzielle Ressourcen und sollte daher sorgfältig geplant sein. Aber vor allem sollten die Ergebnisse nach der Befragung zur Ableitung von Maßnahmen genutzt werden und nicht einfach im Aktenschrank verschwinden. Ob sich der Aufwand einer Mitarbeiterbefragung lohnt und wie du professionell vorgehen solltest, erfährst du hier.



Lohnt sich der Aufwand und die Kosten einer Mitarbeiterbefragung?


Die Antwort lautet definitiv: Ja! Mitarbeiterbefragungen können verschiedene Aspekte wie beispielsweise die Arbeitszufriedenheit, das Betriebsklima, die Zufriedenheit mit der Führungskraft oder mit der Arbeitsumgebung bei Mitarbeitern abfragen und dienen somit als strategisches Steuerungsinstrument.


Eine Befragung von 19 DAX-Unternehmen zeigt, dass die häufigsten Ziele von Mitarbeiterbefragungen eine höhere Leistung, die Gewinnung strategischer Informationen für das Management, Feedback zum Führungsverhalten sowie eine höhere Mitarbeiterzufriedenheit sind. Neben der strategischen Komponente können das Engagement, die Motivation und die Bindung der Mitarbeiter an das Unternehmen durch Mitarbeiterbefragungen unterstützt und gefördert werden. Das Motto also: Den Mitarbeitern das Wort gegeben und ihre Meinungen und Bedürfnisse erhören!

Quelle: https://www.hr-instruments.com/


Und wie gehe ich an eine Mitarbeiterbefragung ran? Und was mache ich dann mit den Ergebnissen?


Für ein professionelles Vorgehen solltest du jede einzelne Phase des Mitarbeiterbefragungsprozesses beachten. Die folgende Checkliste hilft dir dabei:


1. Konzeptionsphase

  1. Vorplanung: Festlegung globaler Ziele, Form, Umfang, Zeitplan, Kosten-Nutzen, Themenbereiche und Verantwortlichkeiten der Befragung sowie Einbezug externer Unterstützung

  2. Organisation und Konzeption: Gründung einer Projektgruppe, Festlegung eines genauen Zeit- und Kostenplans, ggf. Budget genehmigen lassen

2. Vorbereitungsphase

  1. Themen eingrenzen, Entscheidung über Aufbau des Fragebogens

  2. Erste firmenweite Kommunikation

  3. Fragenkatalog erstellen: Entwurf und Überprüfung

  4. Testlauf

  5. Modifizierung und Anpassung


3. Freigabe und Realisation: Genehmigung durch Geschäftsführung und ggf. Betriebsrat

4. Durchführungsphase: Versand der Fragebögen, Ansprechpartner nennen, Rücklauffrist setzen, Erinnerungen und Updates verschicken

5. Auswertungsphase:

  1. Datenanalyse möglichst durch externe Auswertungsstelle

  2. Aufbereitung der Ergebnisse (graphisch) und Präsentation vor Auftraggebergremium und Mitarbeitern

  3. Ableitung von Maßnahmen

6. Das Wichtigste zum Schluss: Umsetzungsphase

  1. Erstellung eines Umsetzungsplans

  2. Planung von Umsetzungskonzepten und Einbindung der Mitarbeiter in den Veränderungsprozess

  3. Umsetzungscontrolling

  4. Feedback zum Prozess und Entscheidung über weitere Mitarbeiterbefragungen

Damit sich der Aufwand und die Kosten der Befragung lohnen und dein Unternehmen maximal davon profitieren kann, ist es essentiell, die Daten professionell auszuwerten und anschließend Maßnahmen abzuleiten, strukturiert zu planen und zu überwachen. Nur so könnt ihr die Ergebnisse eurer Mitarbeiterbefragung sinnvoll für Veränderungsprozesse heranziehen!


Daher: Nutzt eure Ergebnisse und lasst sie nicht im Schrank verschwinden, damit sich eure Befragung lohnen kann!


Kontaktiere mich gerne falls ihr konzeptionelle, operative Unterstützung inkl. Kommunikation benötigt.

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